WerktitelDer Bettelstudent (Original)
Fernande (basierend auf)

WerkartOperette
Akte: 3


InhaltAch guter Meister Enterich seid doch nicht so ein Wüterich (Nr. 1)
Ach uns're Lieben sperrte man ein (Nr. 1) Frauenchor
Seh' ich auch oft recht grausam aus (Nr. 1) Enterich
Beim Trinken Essen fliehet der Verdruss (Nr. 1 a) Chor
Ach ich hab' sie ja nur auf die Schulter geküsst (Nr. 2) Ollendorf
Mir ist manches schon passiert (Nr. 2) Ollendorf
Und da soll man noch galant sein (Nr. 2) Ollendorf
Doch eines ich noch nicht verlor den Humor! (Nr. 3) Symon / Jan
Die Welt hat das genialste Streben so miserabel, Duett (Nr. 3) Symon / Jan
So leb denn wohl, du enge Zelle (Nr. 3 a) Symon / Jan
Juheissa, hurrah, die Messe beginnt (Nr. 4) Chor
Einkäufe machen sollten wir eigentlich, Terzett (Nr. 5)
Wenn man wie ich so Hochgeboren (Nr. 5) Palmatica
Ich knüpfte manche zarte Bande (Nr. 6) Symon
Das ist der Fürst Wibicki mit seinem Sekretär (Nr. 6) Ollendorf u. Ensemble
Bei solchem Feste tun wir das Beste, Finale I (Nr. 7) Chor
Du bist die Seine, er ist der Deine, Finale 1 (Nr. 7) Palmatica
Lasst froh' hinaus das Lied nun klingen tra la la (Nr. 7) Chor
Einen Mann hab' ich gefunden o langersehntes Glück, Terzett (Nr. 8) >Laura / Bronislawa / Palmatica & Onuphrie
Durch diesen Kuss, sei dieser Bund geweiht, Duett (Nr. 9) Bronislawa / Jan
Mit der Liebe Fessel binden lasse innig dich an mich, Duett (Nr. 9) Jan / Bronislawa
Nur das Eine bitte ich dich, liebe mich, Duett (Nr. 9) Bronislawa / Jan
Ich setz' den Fall ich wär durchaus nicht hoch geboren, Duett (Nr. 10) Laura / Symon
Soll ich reden, darf ich schweigen, Duett (Nr. 10) Laura / Symon
Glückliche Braut, dir strahlet hell das Leben! (Nr. 11) Damen-Chor
Ging eines Tag's im Dattellande spazieren just, Couplet (Nr. 12) Ollendorf
Am Reichstag dort in Polen ging's zu wie bei Mongolen (Nr. 12a) Ollendorf
Hei da hi Hei da ha, sind wir auch nicht invitiert, Finale II (Nr. 13) Enterich / Piffke / Puffke & Chor
Klinget Feierglocken klinget, Finale II (Nr. 13) Chor
Trink' uns zu aus der Schönen kleine Schuh, Finale II (Nr. 13) Ensemble & Chor
Wir gratulieren dem hohen Paar und bringen, Finale II (Nr. 13) Ensemble & Chor
Wo ist der Pokal er sei von Crystal, Finale II (Nr. 13) Ollendorf / SYMON / Wangenheim / Jan
Der Fürst soll nur ein Bettler sein (Nr. 15) Bronislawa
Lumpen, Bagage, Bettelstudent (Nr. 15) Chor
Ich hab' kein Geld bin vogelfrei, Couplet (Nr. 16) Symon
Still man kommt! Dort steht der Patron! (Nr. 17) Ensemble
Und glänzend strahlend bricht der Humor dann siegreich hervor (Nr. 17) Ensemble
Befreit da Land, geknüpft das Band, Schlussgesang (Nr. 18) Symon & Ensemble und Chor

UrheberMillöcker Carl Joseph - Komponist
Genée Franz Friedrich Richard - Textbuch, deutsch
Zell Friedrich - Textbuch, deutsch
Genée Franz Friedrich Richard - Textdichter, deutsch
Zell Friedrich - Textdichter, deutsch
Sardou Victorien - basierend auf/nach, französisch

Dauer 2 Std. 45 Min.

Entstehungsjahr1882

Aufführungen1924-09-24 Volksoper, Wien
1909-03-24 Volksoper, Wien
1882-12-06 Theater an der Wien / Vereinigte Bühnen Wien Ges.m.b.H., Wien

AnmerkungenBasierend auf dem Schauspiel Fernande von Victorien Sardou

Bestellnummern
EV 7897-28Chorpartiturdeutschleihweise
EV 7897-1Klavierauszugdeutschleihweise
EV 7897-27Textbuchdeutschleihweise
EV 7897-29Textbuch (MS-Word Datei)deutschleihweise

RollenPalmatica Nowalska, Gräfin - Alt
Laura Nowalska, Tochter - Sopran
Bronislava Nowalska, Tochter - Soubrette
Oberst Ollendorf, Gouverneur von Krakau - Solostimme
Bogumil Malachowski, Vetter der Familie Nowalska - singender Schauspieler
Eva Malachowski, Gattin - Solostimme
Symon Rymanowicz, Student - Tenor
Jan Janicki - Tenor
Profoss - Schauspieler
Ein Wirt - Schauspieler
Waclaw, polnischer Spion - Schauspieler
Friedrich Wilhelm von Wangenheim, Offizier - Solostimme
Baron Leopold Henrici, Offizier - Solostimme
Edler, Karl Eugen von Schweinitz, Offizier - Solostimme
Graf Ruprecht Richthoffen, Offizier - Solostimme
von Rochow, Offizier - Solostimme
Enterich, Kerkermeister auf der Zitadelle - Solostimme
Kinder - Statist

ChorPiffke, Gefängniswärter und Zellenschließer - Chorsänger
Puffke, Gefängniswärter und Zellenschließer - Chorsänger
Edelfrauen / Bürgerinnen / Messebesucher / Bäuerinnen / Leibeigene - Sopran (Chor)
Edelfrauen / Bürgerinnen / Messebesucher / Bäuerinnen / Leibeigene - Alt (Chor)
Edelleute / Bürger / Kaufleute / Messebesucher / Bauern / Sächsische Soldaten / Gefangene / Fahnenträger / polnische Juden / Leibeigene / Musikanten - Tenor (Chor)
Edelleute / Bürger / Kaufleute / Messebesucher / Bauern / Sächsische Soldaten / Gefangene / Fahnenträger / polnische Juden / Leibeigene / Musikanten - Baß (Chor)

Instrumente

Orchester

Flöte (I)
Flöte (II) spielt auch kleine Flöte
Oboe (I)
Oboe (II)
Klarinette (I)
Klarinette (II)
Fagott (I)
Fagott (II)
Horn (I)
Horn (II)
Horn (III)
Horn (IV)
Trompete (I)
Trompete (II)
Posaune (I)
Posaune (II)
Posaune (III)
10x Violine (I)
8x Violine (II)
6x Viola
4x Violoncello
3x Kontrabaß

1. Schlagzeug (1 Spieler)

Pauken
Triangel

2. Schlagzeug (1 Spieler)

kleine Trommel
Tamburin
Glocke in E
Glocke in A

3. Schlagzeug (1 Spieler)

Holzplattentrommel
große Trommel
Becken

hinter der Szene

Klarinette in B (I)
Klarinette in B (II)
Klarinette in ES
Horn in F (I)
Horn in F (II)
Flügelhorn in C (I)
Flügelhorn in C (II)
Trompete in C (I)
Trompete in C (II)
Posaune in C
Tuba in C
Euphonium in C
Schlagzeug


Ort der HandlungKrakau in Polen
1. Akt:
1. Bild: Ein Gefängnishof mit Zellen und einem Verließ
2. Bild: Am Ringplatz in Krakau / Arkaden / Basar / Schenken
2. Akt: Prachtvoller Salon im Hause der Gräfin Nowalska
3. Akt: Garten in der Nähe des Palais von Gräfin Nowalska / Im Hintergrund die Festung auf dem Berg Wawel

Zeit der HandlungIm Jahre 1704 während der Regierung von Polens König und Kurfürst von Sachsen August dem II.

SynopsisVier Dekorationen:
1. Akt: Im Gefängnishof der Zitadelle zu Krakau
2. Akt: 1. Bild: Jahrmarkt zu Beginn der Frühjahrsmesse in Krakau
2. Akt: 2. Bild: Im Salon des Palais der Gräfin Kowalska
3. Akt: Im einem Garten nahe dem Palais der Gräfin

Synopsis:
In Krakau in Polen im Jahre 1704 unter der Fremdherrschaft von Kurfürst August den Starken, von Sachsen, er war zugleich König von Polen, brodelt es im Untergrund und werden Pläne geschmiedet die Fremdherrschaft zu beenden. Sohin werden in den Gefängnissen und im Fall der Operette in der Zitadelle zu Krakau auch Studenten und vermeintliche Kollaborateure eingesperrt. Die Oberaufsicht hat der biedere, aber einfältige Sachse, Enterich, der von dem Gefängniswärter Piffke und Puffke assistiert wird. Gegen alle Regeln gestattet er nicht ganz uneigennützig, dass die Frauen ihre gefangenen Männer mit Speis und Trank versorgen. Mitten in die Idylle der Verpflegungs-Zeremonie erscheint der Gouverneur der Stadt Oberst Ollendorf mit seinen Offizieren. Er, ein gewaltiger Maulheld und von Geltungssucht geprägte Autorität wurde am Vorabend durch die stolze Komtesse Nowalska auf einem Ball zu tiefst gedemütigt. Er stürmt mit dem Lied auf den Lippen „Ach ich hab’ sie ja Nur auf die Schulter geküsst“ auf die Bühne. Die Demütigung durch den „Schlag mit dem Fächer ins Gesicht“ vor allen Anwesenden, schreit nach Rache. Er schildert den Offizieren seinen Plan, denn Lauras Mutter, die ehrgeizige Gräfin Palmatica Nowalska, hat nur einen Wunsch Laura mit einem der polnischen Fürsten zu verheiraten. Dies wurde dem Oberst aus einem abgefangenen Brief, auch damals gab es schon die Zensur, bekannt. Daher habe er die Absicht dem Ansinnen ein bisschen nachzuhelfen. Man werde einen Gefangenen in den Adelsstand erheben und standesgemäß ausstaffieren. Das Kennenlernen von Opfer und, wer immer es sein mag, könne man zwanglos arrangieren. Für den Fall, dass alle auf den vermeintlichen Fürsten hereinfallen, wird die Gräfin Laura sicher zwecks Besicherung des Lebensabends zur Heirat überreden. Nach der Hochzeit werde er, Ollendorf, das Geheimnis um den falschen Fürsten enthüllen und damit wäre seine Rache gelungen! Die Wahl fällt auf Symon, ein wegen Bettelei aufgegriffener Student, der sich allerdings weigert alleine zu agieren. So wird auch Jan auf freien Fuß gesetzt. Symon wird zum Fürsten Wladislaw Wibicki und Jan zu seinem Sekretär. Letzterer ist ein verschworener Anhänger des polnischen Gegenkönigs Stanislaw Leszczynski. Damit kann das Spiel beginnen. Inmitten des Trubels auf der Frühjahrsmesse sind auch die Gräfin Palmatica Nowalska und ihre Töchter Laura und Bronislawa anzutreffen. Sie verkünden zwar "Einkäufe machen sollten wir eigentlich!" aber zum Einkaufen fehlt das nötige Kleingeld. Natürlich ist den Damen die von Ollendorf in die Welt gesetzte Nachricht, dass sich in Krakau ein steinreicher Magnat aufhalte, der sich einbildet, eine Krakauerin heiraten zu wollen, zu Ohren gekommen. Durch Oberst Ollendorf und seine Offiziere wird das Zusammentreffen mit Fürst Wibicki als reiner Zufall herbeigeführt. Dass Symon den von Laura ausgehenden Reize sofort erliegt, fällt es ihm, den angeblichen Fürsten leicht, die Bedingung für seine Freilassung, „Die Heirat" der Komtesse anzustreben. Misstrauisch verfolgen der Gouverneur und seine Offiziere die Geschehnisse und Ollendorf ärgert sich maßlos darüber, wie unbeschwert Symon das ihm anvertraute Geld ausgibt. Er will Laura den geplanten Betrug eingestehen, aber er zögert und findet nicht die richtige Gelegenheit die Wahrheit mitzuteilen. Also schreibt er ihr einen Brief, in dem er alles offenbart. Durch eine List von Oberst Ollendorfs wird dieser der Braut erst nach der Hochzeitsnacht als Morgengeschenk übergeben werden. Nach der Trauung tritt auch eine Schar Gefangener als Gratulanten auf. Dem Enterich erklärt er, die Gefangenen seien gekommen, um dem Sträfling Symon zu beglückwünschen. Sichtlich vergnügt enthüllt Ollendorf seinen Racheplan. Schockiert verlassen die Verwandten, Bekannten und Gäste die Hochzeitsfeier. Der Tag endet, wie von Oberst geplant, mit einem Skandal. Einer vertraulichen Mitteilung zufolge, die dem Gouverneur Ollendorf absichtlich zugespielt wird, hält sich der herzoglicher Neffe des polnischen Gegenkönigs in Krakau verborgen. Durch Bestechung versucht er den Aufenthaltsort zu erfahren. Der Sekretär von Symon, Jan Janicki verspricht Ollendorf das Versteck des Herzogs gegen eine Summe von zweihunderttausend Gulden zu verraten. Das ist genau jene Summe, die in Krakau die kampflose Erstürmung der Festung ermöglichen wird. Während der Oberst Ollendorf den Täuschungen erliegt und Symon als den angeblichen Herzog verhaftet, stürmen die Truppen des Grafen Opalinski die Festung. Ollendorf und seine Offiziere werden entwaffnet. Gräfin Palmatica kann aufatmen und dem wahren Glück ihrer Tochter Laura steht nichts mehr im Wege. Durch den Grafen Opalinski wird Symon für die Verdienste um das Vaterland geadelt und somit ist Laura nicht mit einem Bettelstudenten verheiratet.

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