WerktitelGaby
Herzkönig (weiterer Titel)

WerkartOperette
Akte: 3


InhaltBlast und pfeift ihr Musikanten (Nr. 1) Chor
Ich schlaf' bei Tag nicht und bei Nacht (Nr. 1) Frantischek
Schau, ich hab' alles wie sich's g'hört (Nr. 2) Ruzena / Frantischek
Wo die Liebe heimlich hinfällt (Nr. 2) Ruzena / Frantischek
Ich bin entzückt von Moschtenitz (Nr. 3) Harry & Chor
Ländlich sittlich das ist schön (Nr. 3) Harry & Chor
Mein Herz ist so froh denn ich weiß ganz bestimmt (Nr. 4) Hedwitschka)
Die Sonne der Wind, gold'ne Ähren am Feld (Nr. 4) Hedwitschka
Nein! Ich tanze nicht! (Nr. 5) Hedwitschka
Perlen, Schmuck und bunte Seiden (Nr. 5) Hedwitschka
Herzkönig, jetzt hab' ich dich (Nr. 6) Hedwitschka
Die Sonne der Mond gold'ne Ähren am Feld (Nr. 6) Hedwitschka
Was ich sehnsuchtvoll erträumt seit Jahr und Tag (Nr. 6) Hedwitschka
Du bist zur Liebe geboren, an dir ging ein Engel verlopren (Nr. 6a) Zuckerbaron
Frantischek du liebst mich nicht, Finale I (Nr. 7) Hedwitschka
Platz jetzt kommen Musikanten, Finale I (Nr. 7) Chor
Man schmeichelt Nini und denkt an Gaby (Nr. 8) Nini & Chor
Nini, Nini wo bist du denn? (Nr. 8) Chor
Gaby hoch! Gaby wir grüssen dich (Nr. 9) Ensemble & Chor
Primtemps, Primtemps es jubelt ganz Paris (Nr. 9) Ensemble & Chor
Das muss bezaubernd sein, Duett (Nr. 10) Gaby / Nini
Ein nettes kleines Tanzlokal, Duett (Nr. 10) Gaby / Nini
Theater schönes Märchen (Nr. 10a) GHaby
Wie schön ist die Welt wenn ich tanze (Nr. 10a) Gaby
Ich bin verliebt und ich weiss nicht in wen (Nr. 11) Gaby
Komm meine Lippen sie glüh'n (Nr. 11) Gaby
Das ist das Glück en minature, Duett (Nr. 12) Nini / Harry
Ein kleines Häuschen nur für uns allein, Duett (Nr. 12) Nini / Harry
Nur der Sekt betört das Herz (Nr. 12a) Gaby / Harry / Bibi jun. u. sen. & Chor
Schön ist der Weg zur Seligkeit (Nr. 13) Capitän
Welch wunderbares Abenteuer (Nr. 13) Capitän
In deinen Augen liegt eine Welt von Liebe, Duett (Nr. 14) Gaby / Capitän
Wie selten ist ein Mann wie Sie, Duett (Nr. 14) Gaby / Capitän
Bei uns im kleinen Städtchen, Quartett (Nr. 15) Harry / Nini / Bibi sen. u. jun.
Der eine braucht zum Glück, Radau und Politik, Quartett (Nr. 15) Harry / Nini / Bibi sen. u. jun.
Madame es freut mich Sie zu seh'n! Finale II (Nr. 16) König / Gaby
Schön ist der Weg zur Seligkeit, Finale II (Nr. 16) König / Gaby
Dreihundertfünfundsechzig mal im Jahr (Nr. 17) Gaby
Überm Haustor hängt ein Sträusschen (Nr. 17) Gaby
Adieu, mon petit ami, leb' wohl vergiss mich nie, Finale III (Nr. 18) Gaby / König / Harry
Du warst die Welt für mich mein Herz schlägt nur für dich, Duett Finale III (Nr. 18) Gaby / König

UrheberGrün Bernhard - Komponist
Jenbach Béla - Textbuch, deutsch
Wilhelm Julius - Textbuch, deutsch
Jenbach Béla - Textdichter, deutsch
Wilhelm Julius - Textdichter, deutsch

Dauerabendfüllend

Entstehungsjahr1935

Aufführungen1936-02-22 Stadttheater, Zürich

Bestellnummern
EV 1649-1Partiturdeutschleihweise
EV 1649-2Klavierauszugdeutschleihweise
EV 1649-50Ausgabe"Das muss bezaubernd sein" Ausgabe für Tanzorchester (1xKl,2xVl 1,1xVl obl.,1xVc,1xKb,3xSax,2xTrp,1xPos,1xBanjo,1xPerc)-leihweise
EV 1649-49AusgabePrintemps! Printemps! Arrangement für Tanzorchester (1xKl,2xVl,1xVl obl.,1xVlc,1xKb,1xBanjo,1xPos,2xTrp,3xSax,1xPerc)-leihweise
EV 1649-3Textbuchdeutschleihweise
EV 1649-5TextbuchRegiebuchdeutschleihweise
EV 1649-4TextbuchText der Gesängedeutschleihweise

RollenDer Zuckerbaron - Solostimme
Marvan, Freund des Zuckerbaron - Solostimme
Stary, Freund des Zuckerbaron - Solostimme
Lepka, Freund des Zuckerbaron - Solostimme
Harry Parker, Tänzer und Direktor der Parker Girls - Solostimme
Ethel, Mitglied der Parker Girls - Tänzerin
Norma, Mitglied der Parker Girls - Tänzerin
Peggy, Mitglied der Parker Girls - Tänzerin
Mady, Mitglied der Parker Girls - Tänzerin
Sybill, Mitglied der Parker Girls - Tänzerin
Helen, Mitglied der Parker Girls - Tänzerin
Hedwitschka, Arbeiterin in der Zuckerfabrik - Solostimme
Gaby - Solostimme
Ruzena, Arbeiterin in der Zuckerfabrik - Solostimme
Anitschka, Arbeiterin in der Zuckerfabrik - Statist
Frantischek, Bauernbursch - Solostimme
Jindra, Bauernbursch - Solostimme
Hatschek, Wirt - singender Schauspieler
Ein Chauffeur - Statist
4x Bauern - Statist
4x Bäuerinnen - Statist
Burschen - Statist
Mädchen - Statist
Kinder - Statist
Tanzgirls - Statist
Musikanten - Statist
Nini Crozier - Solostimme
Kapitän de Costa - Solostimme
Der König - Solostimme
Gonzales - Statist
Der Marquis von Falabert - Statist
Bibi senior - singender Schauspieler
Bibi junior - singender Schauspieler
Herr von Perigord - singender Schauspieler
Cascadier, Reporter des Figaro - singender Schauspieler
Philippe, Lakai - Solostimme
Habitues - Statist
Lakaien - Statist
Zofen - Statist
Bohemiens - Statist
Gardisten - Statist
Der kleine Bibi - Statist
Xylander, Regisseur - Statist
Natalie, Gardrobierin - Statist
Der Portier des Apollotheaters - Statist
Girls - Statist
Artisten - Statist
4x Ein Schrammelquartett - Statist
Heurigenbesucher - Statist

ChorSopran (Chor)
Alt (Chor)
Tenor (Chor)
Baß (Chor)

Instrumente

Flöte (I)
Flöte (II) spielt auch kleine Flöte
Oboe (I)
Oboe (II)
Klarinette (I) spielt auch Alt Saxophon in ES
Klarinette (II) spielt auch Tenor Saxophon in B
Fagott (I)
Fagott (II)
Horn in F (I)
Horn in F (II)
Horn in F (III)
Horn in F (IV)
Trompete in B (I)
Trompete in B (II)
Posaune (I)
Posaune (II)
Posaune (III)
Pauken
große Trommel
Holztrommel
kleine Trommel
Triangel
Becken
Gong
große Glocke
Glockenspiel
Vibraphon
Xylophon
Harfe
Klavier spielt auch Celesta
Akkordeon
Banjo spielt auch Gitarre
10x Violine (I)
8x Violine (II)
6x Viola
4x Violoncello
2x Kontrabaß


Ort der Handlung1. Akt: Im Dorfwirtshaus zu Moschtenitz in der Hannakai (Mähren/Tschechei)
2. Akt: Im Heim der Gaby in Paris
3. Akt: Wien hinter den Kulissen des Apollotheaters

Zeit der Handlung1. Akt: Um das Jahr 1900
2. Akt: Sieben Jahre nach dem ersten Akt.
3. Akt: Fünf Jahre nach dem zweiten Akt.

Synopsis
Synopsis:
Im Dorfwirtshaus zu Moschtenitz, einem Dorf in der Tschechoslowakei herrscht eine ausgelassene Stimmung, denn Frantischek soll die dralle Bozena heiraten. Frantischek aber ist unglücklich in das schönste Mädchen des Ortes Hedwitschka Navratil verliebt. Hedwitschka ist Arbeiterin in der Zuckerfabrik des Ortes und stolz und unnahbar. Mitten in den Trubel gerät die Girltruppe von Harry Parker, die nach Prag reist und in dem Dorf eine Pause einlegt. Als Harry dem Wirt Hatschek die Rechnung bezahlt, erklingt hinter der Szene eine Mädchenstimme, die ein hannakisches Volkslied singt. Harry lauscht, da tritt Hedwitschka Navratil, die „Venus von Moschtenitz" wie Hatschek sie bezeichnet auf. Hedwitschka lässt den Bierkrug für ihren Vater füllen und entfernt sich singend, ohne Harry auch nur eines Blickes zu würdigen.

Er aber erkennt sofort in dem schlanken, graziösen Mädchen eine weitere Attraktion für seine Truppe. Er fordert den Wirt auf das Mädchen zurückzuholen und er ersucht Hedwitschka ihm etwas vor zutanzen. Widerwillig erfüllt sie dieses Begehren, legt nach und nach jede Befangenheit ab. Harry ist begeistert und fordert sie auf in seine Girltruppe einzutreten. Er wird sie berühmt und reich machen, aber Hedwitschka ist misstrauisch. Die sichere Stellung in der Fabrik aufgeben, den alten Vater im Stich lassen? Verärgert verlässt Harry das Wirtshaus, allerdings hinterlässt er seine Prager Adresse - vielleicht überlegt sie sich das Angebot und kommt zu ihm. Unschlüssig bleibt Hedwitschka zurück - sie weiß nicht, was sie tun soll. Halt! Sie wird die Karten befragen - sie schlägt einen Herzkönig auf und läuft jubelnd hinaus.

Als sie zurückkehrt ist auch der Fabrikbesitzer, der Zuckerbaron anwesend und bedrängt sie. Sie ergreift vor seinen Zudringlichkeiten die Flucht, hinaus in die Freiheit, ins Leben, ins Glück!

Sieben Jahre später in Paris. Im Salon bei Gaby Deslys findet anlässlich des letzten Auftrittes eine Abschiedsparty mit ihren Freunden statt. Gaby ist niemand anderer als Hedwitschka. Sie spricht perfekt französisch, wie eine Pariserin, tanzt wie eine Sylphide und verdreht mit ihren Beinen den Parisern die Köpfe. Sie sehnt sich nach Ruhe und will zur Erholung an die Riviera reisen. Sie ist reich geworden, gefeiert und berühmt, aber glücklich ist sie nicht - zum ganz großen Glück fehlt ihr eines, die große, große Liebe! Die hat ihr das Schicksal bisher versagt. Alle sind in sie verliebt, vor allem Harry, ihr Entdecker; aber sie erwidert diese Liebe nicht - ihr Herz ist bisher unberührt geblieben, noch... wann wird es erwachen?

Ungeladen erscheint auch ein Strumpfwarenfabrikant aus Maubeuge, um seinen Sohn Theophile, der anstatt zu studieren, seine Zeit und das Geld, das er ihm schickt, verjubelt, zur Rechenschaft zu ziehen. Nini der Gesellschafterin von Gaby, die ein Auge auf Theophile hat, gelingt es, Vater und Sohn zu versöhnen. Unerwartet, gerade als die Stimmung den Höhepunkt erreicht, meldet ein Lakai den Marquis von Falabert. Im Club Royal hat es einen noch nie da gewesenen Skandal gegeben. Ein unbekannter junger Mann aus Portugal, der erst kürzlich in den Klub eingeführt wurde, hat Lord Hastings, einem der vornehmsten Mitglieder des Klubs einen Schlag ins Gesicht versetzt. Der Grund dafür, eine abfällige Bemerkung über Gaby Deslys. Die Folge dieser unerhörten Beleidigung ist ein Duell, das beim Morgengrauen stattfinden wird.

Gaby wirkt betroffen, es ist eine Botschaft aus einer anderen Welt. Ein junger Mann, den sie nicht kennt, verteidigt ihren Ruf, schlägt und setzt sein Leben, für sie eine Tänzerin, aufs Spiel! Sie muss diesen jungen Mann sehen, ihn kennen lernen. Ihr sonst so ruhiges Herz ist in Flammen.

Sie beschwört den Marquis und Nini den jungen Mann zu finden und sofort auf ihre Party zu bringen. In einem sehnsuchtsvollen Liede zwingt sie den Unbekannten förmlich herbei - da stürzt Nini herein - sie hat ihn gefunden - die Einladung überbracht - bald wird er da sein.

Capitän de Costa, der Beschützer Gabys, ein junger, bildhübscher Mensch erscheint, begleitet durch Marquis von Falabert, der sich gleich nach der Vorstellung desselben entfernt. De Costa gibt seiner Empfindung so unverhofft in der Nähe von Gaby zu sein, Ausdruck. Er ist hingerissen von ihrer Schönheit, ihrer Anmut und Liebenswürdigkeit. Gaby erkennt zum ersten mal was es heißt: Liebe! Liebe auf den ersten Blick!

Sie will es nicht zulassen, dass er sich für sie duelliert, sie wird ihn daran hindern und alle Türen versperren, er aber lächelt. Die Gesetze der Ehre sind bindend, besonders für ihn, einen Offizier. Ein feiges Zurückweichen vor einem Duell - ist ausgeschlossen. Gaby ist verzweifelt, sie soll den Mann, dem ihr Herz entgegenschlägt in dem Augenblick verlieren, in dem sie ihn gefunden hat. Harry erkennt, dass er Gaby verloren hat und will von ihr für immer Abschied nehmen. Sie setzt ihm den Kopf zurecht. Nie wird sie auf ihn, den treuen Freund verzichten, auch wenn ihr Herz einem anderen gehöre, und Harry verspricht ihr, sie nie zu verlassen. Ungeduldig wartet sie auf eine Nachricht, im Morgengrauen soll das Duell stattfinden, ... da meldet man ihr einen hohen portugiesischen Würdenträger, den Marquis von Gonzales. Aber anstatt der erwarteten Nachricht – erklärt er ihr, sie müsse auf jeden weiteren Verkehr mit dem Capitän de Costa verzichten. Entrüstet weist sie das Ansinnen zurück, sie wird sich persönlich an den König wenden, - aber mit der Drohung, sie verhaften zu lassen, wenn sie das Haus verlässt, geht der Marquis ab. Gaby ist nun ganz ratlos, ihre Freunde und Freundinnen kommen aus dem Cafe amoricain, da meldet man ihr den Besuch seiner Majestät, den König von Portugal. Es ist niemand anderer als Kapitän de Costa. Das Duell ist unterblieben, da auch Lord Hastings erfahren hat, wer die Ehre Gabys beschützt hat, hat sich entschuldigt. Nun kennt Gaby’s Zurückhaltung und Beherrschung keine Grenzen mehr. Die Karten vor sieben Jahren haben recht behalten. Ein König! Ein König! In einen unendlichen Kuss vereinigen sich die Liebenden, steigen die Treppen empor und gehen dem Glück entgegen...

Fünf Jahre später gibt Gaby auch ein Gastspiel in Wien. Als sich Gaby auf ihren Auftritt vorbereitet, betritt ihr Herzens-König die Garderobe, um ihr Lebewohl zu sagen. Willensstark nimmt sie lachend Abschied von ihm. Aber als sie unmittelbar darauf mit ihrem Partner Harry auf der Bühne steht um ihre Glanznummer zu singen, übermannt sie der Schmerz und sie droht zusammen zu brechen. Da fühlt Harry, dass jetzt seine Stunde gekommen sei. In einer geschickten Ansprache an das Publikum verbirgt er den Zwischenfall, begeisternd spricht er auf Gaby ein und wirklich siegt ihr unbändiges Temperament, ihre Theaterlust, und singt strahlend, umjubelt vom Publikum, ihren großen Schlager "Printemps", die Girls und das Publikum stimmen mit ein. Vom Schnürboden und aus dem Zuschauerraum ergießt sich ein Blumenregen über sie und unter dem Fortissimo des Orchesters fällt der Vorhang.

​Drei Dekorationen:
1. Akt: Im Gasthaus "Zum goldenen Ochsen"
2. Akt: Salon im Pariser Appartement von Gaby
3. Akt: Bühneneingang im Apollo Theater, Portierloge und Garderobe von Gaby

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